Zweitbeste UWR-Hochschulmannschaft Deutschlands

Zum ersten Mal überhaupt hat eine Mannschaft der Universität Bamberg an einer adh-Trophy im Unterwasser-Rugby teilgenommen. Am vergangenen Wochenende erreichten die Studenten in Bielefeld in einer Spielgemeinschaft mit Erlangen-Nürnberg und München auf Anhieb den zweiten Platz.

Die erfolgreichen Studenten der SG Bamberg / Erlangen-Nürnberg / München.
Foto: TGR Bielefeld

Die fehlende Turniererfahrung vieler junger Spieler wurde mit Herzblut wett gemacht, anfängliche Unsicherheiten wichen im Laufe des Tages zunehmender Selbstsicherheit. Tilman Adler, Stürmer: „das ist schon was anderes als Training!“
Im ersten Spiel gegen Münster war das Spiel der Bayern noch geprägt von Abstimmungsfehlern, es hakte im Spielaufbau. Kurz nach der ersten Hälfte fiel sogar das 0:1, ein Tor auf den leeren Korb! Mannschaftsführer H. Hofmann stellte um und schickte seine Powerplay-Besetzung ins Wasser, eine Auftaktniederlage wäre Gift für die Moral gewesen. Und er wurde für das Risiko belohnt: neunzig Sekunden später hupte es zum erlösenden 1:1, zum Ausgleich. Bis zum Ende des Spiels passierte nicht mehr viel, die Punktteilung ging in Ordnung. Münster sollte sich später als stärkster Vorrundengegner herausstellen.
Die weiteren Spiele gegen Bochum (5:1), SG Gießen/Marburg (7:0) und Heidelberg (3:0) wurden alle klar gewonnen. Das bedeutete Platz drei und Einzug ins Halbfinale.

Dort lautete der Gegner am Sonntag Wien. Den Österreichern, die außer Konkurrenz an der Meisterschaft teilnahmen, war das Losglück hold gewesen. Am Vortag hatten ausgesprochen leichte Gegner einen roten Teppich ins Halbfinale ausgerollt, wo die Franken mit ihrer jungen Mannschaft nun sogar als Favorit galten. Und dieser Rolle wurden unsere Jungs und Mädels gerecht: nach zwei schnellen Toren war die Partie entschieden, in einem stets überlegen geführten Spiel machten weitere Tore das 6:0 perfekt. Finale!

Karlsruhe, Serienmeister der letzten Jahre, meldete auch 2012 Ansprüche auf die Meisterkrone an. Ein schnelles, kraftbetontes Spiel entwickelte sich. Den routinierten, tänzerisch vorgetragenen Angriffen konnten die Bayern zunächst nichts entgegensetzen, zwei Gegentore waren die Folge. Doch die Studenten steckten nicht auf. In einem wütenden Gegenstoß gelangte der Ball zu Tadda, der seine überragende Klasse als Bundesligaspieler aufblitzen ließ und kurzen Prozess machte. Doch der Treffer zählte nicht. Der Torwart hatte ihn sofort wieder aus dem Korb gezogen, so dass die Schiedsrichter nicht gesehen hatten, dass er drin gewesen war. Frustriert von der Fehlentscheidung verloren die Franken den Faden, was Karlsruhe eiskalt nutzte, um die Führung weiter auszubauen. Am Ende stand ein bitteres, dem Leistungsunterschied nicht angemessenes 5:0.

Unterwasser-Rugby wird seit Dezember vom Tauchclub Bamberg im Hochschulsport der Uni Bamberg angeboten und erfreut sich reger Beliebtheit. Falls Du UWR mal ausprobieren willst melde Dich bei Hannes Hofmann unter sport@nulltauchclub-bamberg.de.

Platzierungen

  1. Karlsruhe
  2. SG Bamberg / Erlangen-Nürnberg / München
  3. Münster
  4. Wien
  5. SG Darmstadt / Würzburg
  6. SG Köln / Paderborn / Bonn
  7. Bielefeld
  8. Heidelberg
  9. Bochum
  10. SG Düsseldorf / Mainz
  11. Konstanz
  12. SG Berlin / Göttingen
  13. SG Gießen / Marburg
  14. Kaiserslautern

Dieser Bericht ist auch in der Bamberger Onlinezeitung und auf feki.de erschienen.

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