Tauchclub Bamberg in eigener Liga

Berlin. 51:0 Tore lautet die eindrückliche Bilanz des Tauchclub Bamberg nach fünf Play-Off Spielen um die Deutsche Meisterschaft im Unterwasser-Rugby. Das Endspiel gegen den TSV Malsch gewinnen die Franken mit 2:0 und holen damit die sechste Meisterschaft in Folge. Das ist zuvor nur einer einzigen Mannschaft gelungen.

Deutscher Unterwasser-Rugby Meister 2012

Vorrunde
Dass am TC Bamberg aktuell kein Weg vorbeiführt, bestätigt sich in der Vorrunde auf spektakuläre Weise: alle Spiele werden zweistellig gewonnen. Die DM-Neulinge SV Rheine und Torpedo Dresden verlieren 10:0 bzw. 16:0. Auch der Meister von 2005, der DUC Bottrop, muss nach kurzem Aufbäumen die fränkische Überlegenheit anerkennen und versucht Schadensbegrenzung; dennoch steht am Ende ein 10:0-Kantersieg. Nach dem Torrekord in der abgelaufenen Ligasaison und jetzt diesem nie da gewesenen Vorrundenerfolg können sich die Bamberger mit breiter Brust aufs Halbfinale einstimmen.
In der anderen Gruppe setzen sich die Kontrahenten der Südliga, TSV Malsch und STC München, durch und verweisen West und Nord auf die hinteren Plätze.

Halbfinale
So kommt es im Halbfinale zu einem Aufeinandertreffen der beiden bayerischen Vertreter. München rechnet sich nach den Ligaergebnissen jedoch keine Chancen aus, bringt Reservespieler und schont sich für das Spiel um Platz 3. Dementsprechend deutlich siegen die Bamberger mit 13:0. Im zweiten Halbfinale schlägt Malsch Bottrop in einem kampfbetonten Spiel mit 2:1.

Finale
Wieder lautet das Finale also TC Bamberg gegen TSV Malsch – nach ihrem einmaligen Erfolg 2006 greifen die Malscher bereits zum dritten Mal nach der Meisterkrone. Doch wo der Kampf im letzten Jahr noch erbittert bis in die Verlängerung getragen wurde, lassen die Bamberger diesmal nichts anbrennen und schonen die Herzen ihrer Fans. Die Franken präsentieren sich in wahrlich meisterlicher Form, vielleicht so gut wie noch nie.
Schon nach wenigen Sekunden Spielzeit hat Weißenberger die Gelegenheit zur Führung und nur großes Glück rettet die Badenser vor dem Rückstand. Kurz darauf schießt H. Hofmann den Ball unter den Malscher Torwart, hier fehlen nur Millimeter. Nach und nach gewinnt die Malscher Verteidigung ein wenig Stabilität, doch es bleibt ein Anrennen des Meisters, der Führungstreffer eine Frage der Zeit. Gelegentliche Malscher Entlastungsangriffe werden unter anderem vom Neuzugang Nosseir souverän entschärft. Früh in der zweiten Hälfte ist es dann soweit: Weißenberger kommt aus dem Rückraum, wird angespielt, setzt L. Tadda in Szene, der fackelt nicht lange und zieht ab – 1:0! Bamberger Jubel betäubt die Malscher, die nun die letzten Kräfte mobilisieren, allein es reicht nicht: Der drückend überlegene Meister dominiert die Partie. Eine der vielen Großchancen verwandelt Neumüller schließlich zum 2:0, zur Entscheidung: F. Walcher wird dicht am gegnerischen Tor geklammert, kann den Ball auf den jungen Mittelstürmer ablegen, der hat nur noch den Torwart vor sich und macht kurzen Prozess; zurück an der Oberfläche fallen die Kameraden über ihn her und schreien ihre Freude hinaus. Konzentriert bringen die Franken das Finale zu Ende, danach brechen alle Dämme und es ist kein Halten mehr, Spieler und Fans liegen sich in den Armen. Die lange Vorbereitung hat sich ausgezahlt. Die Freude über den sechsten Titel ist mindestens so groß wie über den Ersten.

Im kleinen Finale hat sich zuvor der STC München in einem nervenaufreibenden Spiel gegen den DUC Bottrop mit 1:0 durchgesetzt und die erste Medaille überhaupt in die Landeshauptstadt geholt. Damit stellen die Südligisten die drei besten Mannschaften Deutschlands, während Westen und Norden in diesem Jahr leer ausgehen.

Für den TC Bamberg spielten
Markus Behringer, Sebastian Lange, Klemens Neumüller, Michael Nosseir, Geza Toth, Bela Csanyi, Jan Hofmann, Lieven Pool, Lukas Tadda, Niklas Tadda, Hannes Hofmann, Veit Hofmann, Felix Walcher, Moritz Walcher, Andreas Weißenberger

Mannschaftsfoto von der Siegerehrung

Deutscher Meister 2012

(hohe Auflösung auf Anfrage, IMG_6578)

hinten v.l.: Lukas Tadda, Bela Csanyi, Lieven Pool, Michael Nosseir, Klemens Neumüller, Moritz Walcher, Markus Behringer, Sebastian Lange.
vorne v.l.: Hannes Hofmann, Geza Toth, Niklas Tadda, Veit Hofmann, Jan Hofmann, Felix Walcher.
liegend: Andreas Weißenberger.

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