Bamberg zum 10. Mal in Folge Deutscher Meister

Dortmund – Bei der 45. Deutschen Meisterschaft im Unterwasser-Rugby hat der Tauchclub Bamberg den zehnten Titel in Folge gewonnen. Im Finale standen sich einmal mehr Bamberg und Malsch gegenüber. Mit 3:0 feierten die Bamberger ihren bisher höchsten Finalsieg über die Badenser.

Der Deutsche Meister im UWR 2016

Der Deutsche Meister im UWR 2016 (Foto: Johannes Maas)

Das ausnehmend große und tiefe Becken in Dortmund forderte seinen Tribut. In jedem Spiel war der Halbzeitstand relativ niedrig, erst nach einiger Eingewöhnung gelang den Franken ein gutes Spiel.
In der Vorrunde traf Bamberg zuerst auf den DSSC Duisburg. Die DM-Neulinge konnten den Angriffen des Meisters zunächst gut widerstehen und sie wirkungsvoll zerstören. In der zweiten Halbzeit fand Bamberg aber öfters ein Mittel dagegen und konnte auf 5:0 erhöhen. Der nächste Gegner, Hamburg, wurde unterschätzt und das Spiel sehr zerfahren begonnen. Taddas Halbzeit-Ansprache hat gefruchtet, und am Ende stand es 15:0. Auch gegen den letzten Gegner, den SV Rheine, war die erste Hälfte eher mau. Doch danach konnte Tadda noch dreimal zum 4:0 Endstand verwandeln. Gelegentlich blitzte das sonst so überlegene Offensivspiel hier schon auf, die Mannschaft hatte sich an das Becken gewöhnt.
In der anderen Gruppe setzte sich wie erwartet der TSV Malsch durch, wobei es gegen den Gruppenzweiten DUC Krefeld nur zu einem 0:0 gereicht hatte.

Im Halbfinale nahm der Tauchclub Krefeld schnell den Wind aus den Segeln. Bereits nach wenigen Minuten fiel das erste Tor, am Ende stand es 3:0 für den Titelverteidiger. Der TSV Malsch hatte im zweiten Halbfinale ebenfalls wenig Probleme mit dem SV Rheine. Nach kurzer Zeit konnten sie in Überzahl in Führung gehen, und kurz darauf einen Abstimmungsfehler der Verteidigung zum 2:0 ausnutzen. Ab da verwalteten die Badenser den Vorsprung effizient um Kräfte für das Finale zu sparen.

Das Finale war also wieder eine Neuauflage des Klassikers Bamberg – Malsch. Siebenmal waren sich diese Mannschaften schon im Finale gegenüber gestanden, siebenmal war der Tauchclub – oft sehr knapp – als Sieger hervorgegangen. Die erste Hälfte des Spiels verlief relativ ausgeglichen; Bamberg konnte mehr Druck machen, aber Malsch kam auch immer wieder mal zum Bamberger Tor. Kurz vor der Halbzeit ein starker Angriff der Badenser, Dingel hat den Ball schon halb im Tor, doch Toth kann gerade noch klären. Der Schiedsrichter will dabei ein Foul gesehen haben und entscheidet auf Strafwurf. Nach einer Auszeit taucht Lange ab, wird von Prowald 45 Sekunden eifrig beharkt, und lässt ihm doch keine Chance zum verwandeln.
Ab da kippt das Spiel vollends zu Bamberg. Die Mannschaft wacht endlich auf, jeder gibt Alles um seinen Mitspielern zu helfen. Schon kurz nach dem Seitenwechsel kann Walcher die Führung erzielen. Später kann Csanyi auf 2:0 erhöhen und kurz vor dem Ende mit dem 3:0 noch den Sieg besiegeln.

Bamberg hat sich damit überraschend deutlich durchgesetzt und den zehnten Meistertitel in Folge geholt. Damit sind sie mit dem bisherigen Rekordmeister FS Duisburg gleichgezogen.

Die Mannschaft bedankt sich bei der Firma Neprosport, die für die Meisterschaft spontan ein Power Package gespendet hat.

Für Bamberg spielten
Tor: Markus Behringer, Sebastian Lange, Klemens Neumüller, Michael Nosseir, Geza Toth; Verteidigung: Bela Csanyi, Jan Hofmann, Sebastian Hornung, Lukas Tadda, Niklas Tadda; Sturm: Ardan Füßmann, Hannes Hofmann, Veit Hofmann, Felix Walcher, Andi Weißenberger.

Endstand

  1. TC Bamberg
  2. TSV Malsch
  3. SV Rheine
  4. DUC Krefeld
  5. Duisburger SSC
  6. BUR Berlin
  7. DUC Darmstadt
  8. DUC Hamburg
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