Leben im Attersee (3/3)

image(1/3) Anfahrt
Samstag 4:25. Mehr oder weniger wach sitzen wir, Sabrina, Heike, Steffen und Dennis im Bus Richtung Süden. Romi und Hannes sind bereits am Vorabend angereist und schlafen wahrscheinlich tief und fest.

Aber warum, macht man sowas? Frage ich mich jedenfalls um diese unchristliche Uhrzeit… Die nächsten zwei Tage wollen wir uns von Uli Erfurth etwas über Krötenhäuten, fleischfressende Pflanzen, über Nesselkapselexplosionen, Schneckensex uvm. erzählen lassen. Ich bin gespannt, drehe mich jetzt aber trotzdem um und versuche noch eine Stunde zu schlafen.

(2/3) Samstag
Samstag 8:30 sind wir nach einem Zwischenstopp beim Bäcker am Attersee angekommen. Da der Lehrgangsbeginn auf 09:30 veschoben wurde, genießen wir noch ein bisschen die Morgensonne und schwimmen ein paar Runden im Attersee. Anschließend geht’s im Keller der Tauchbasis Nautilus (Der einzig kühle Platz weit und breit) los mit dem Theorieteil. „Alienartige Larven“, „Salat anbauende Röhrchen“, „Muscheln mit Migrationshintergrund“ und vieles mehr flimmert bis kurz nach Mittag über die Leinwand. Anschließend heißt es „Sachen zusammenbauen“ und ab ins Wasser zum Praxisteil.

Auf einer Tiefe von 3-10 m sammeln wir allerhand Lebewesen die uns bei einem „normalen“ Tauchgang wahrscheinlich nie aufgefallen wären. Nach dem Suchen in unseren Proben und Isolieren der Lebewesen geht es an die Stereolupen zur Bestimmung. Wer noch nicht gesehen hat, was außer Barsch, Hecht und Karpfen in unseren Seen schwimmt, sollte sich dies auf jeden Fall anschauen (Manche wollen Kopf gar nicht von den Gläsern nehmen). Nach dem anschließenden Aufräumen und dem gemütlichen Abendessen mit den anderen Teilnehmern machen wir uns relativ schnell zur Pension, ein bisschen Schlaf vom Vorabend nachholen (oder auch nicht…).

(3/3) Sonntag
Heute stehen die Fische und Pflanzen auf dem Programm. Gesehen haben wir sie zwar fast alle schon mal in unseren Seen, aber das ganze Drumherum ist für viele neu. Wer weiß denn schon, dass Fischeier Flugreisen machen oder Aale auf 6000 km lange Harakiri-Lustreisen gehen? Außerdem bestimmen wir anhand der im Praxisteil gesammelten Pflanzen, über den Makrophytenindex, die Gewässergüte unserer Tauchstelle. Alles in allem ein schönes und lehrreiches Wochenenede. Nach dem Aufräumen geht’s noch ein paar Runden schwimmen und jetzt auf die Autobahn zurück nach Bamberg.

Wer Fragen zu dem Lehrgang hat, einfach nachfragen :).

Dennis

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