Die erste Runde der neuen
Unterwasserrugby-Saison der Bundesliga Süd hätte aus
Sicht des Bamberger Tauchclubs kaum besser verlaufen
können. Mit zwei Siegen und einem Unentschieden haben
sie sich in ihrem zweiten Bundesliga-Jahr die
Tabellenführung erkämpft.
Bereits im Vorfeld war aus Bamberger Sicht klar, dass
das erste Spiel gegen den TC Pößneck das härteste des
Spieltages werden würde. Pößneck gilt als Titelfavorit,
da sich der Vorjahresdritte mit drei Bundesliga-Spielern
verstärkt hat (davon zwei aus dem
Nationalmannschaftskader).
Hochkonzentriert, vor allem in der Abwehr, gingen
beide Teams zu Werke. So gab es in der ersten Hälfte
keine Tore. In der Mitte der zweiten Spielzeit gelang es
Bamberg nach langem Kampf schließlich doch, die
Pößnecker Verteidigung auszuspielen und den
Führungstreffer zu erzielen. Die drohende Niederlage vor
Augen wurden die Pößnecker offensiver. Mit allen sechs
Mann angreifend gelang ihnen noch das Tor zum
1:1-Endstand.
In der zweiten Partie traf der Tauchclub Bamberg auf
den STC München, den die Oberfranken noch nie im
Ligabetrieb haben schlagen können. Ein schneller
Führungstreffer in den ersten Minuten war die Grundlage
für den ersten Sieg des TCB. Die etwas zu siegessichere
Spielweise der Bamberger war wohl der Grund für ein
Missverständnis, das die Münchner für den Ausgleich
nutzten. Beide Teams kämpften hart in der Abwehr, doch
schließlich gelang den Bambergern doch noch der
2:1-Siegtreffer.
Der letzte Gegner des Tauchclubs war der Aufsteiger
TSV Malsch. Wie schon im Spiel gegen München ging
Bamberg schnell mit 1:0 in Führung. Auch in der
Folgezeit verhinderten die Bamberger erfolgreich, dass
der Gegner sein Spiel aufbauen konnte. Oftmals blieb den
Malschern auf Grund ihrer schwindenden Kräfte nichts
anderes übrig, als die Bamberger an der Wasseroberfläche
zu klammern, um so den Angriff der Oberfranken zu
stoppen. Doch auch dies konnte nichts daran ändern, dass
Bamberg am Ende mit 4:0 verdient siegte.
Damit stehen die Bamberger mit 5:1 Punkten vorerste
an der Tabellenspitze. Fehlen wird den Oberfranken in
dieser Saison das Duell mit der DJK Nürnberg. Die
Mittelfranken haben aus personellen Gründen ihr Team aus
der Bundesliga zurück in die Landesliga gezogen. Vor
allem die Bamberger bedauern diesen Rückzug, da es doch
die Nürnberger waren, die einen großen Beitrag zum
jetzigen Erfolg des TCB geleistet haben. Da der
Tauchclub nur über eine 90-minütige Trainingszeit am
Sonntagmorgen im Bamberger Hallenbad verfügt, trainiert
ein großer Teil der Bamberger in Nürnberg mit. Neben der
zusätzlichen Trainingsmöglichkeit haben sie so viele
Tricks von den bundesligaerfahrenen Nürnbergern gelernt.
Allerdings hat dieser Abstieg auch seine guten Seiten.
Denn so hat der Bamberger Nachwuchs, für den der Sprung
in die Bundesliga noch zu groß ist, die Möglichkeit, in
der Landesliga Erfahrungen zu sammeln. Da der Tauchclub
in dieser Saison keine zweite Mannschaft gemeldet hat,
spielen jetzt drei Bamberger Talente Nachwuchsspieler
bei der DJK Nürnberg.
TC Pößneck - TC Bamberg
1:1
STC München - TSV Malsch 4:1
TC Böblingen -
DUC Darmstadt 0:4
TC Bamberg - STC München 2:1
TSV
Malsch - TC Böblingen 2:1
TC Pößneck - STC München
1:1
TC Bamberg - TSV Malsch 4:0
TC Pößneck - DUC
Darmstadt 3:1
1. TC
Bamberg 3 7:2 5:1
2.
TC
Pößneck 3 5:3 4:2
3.
STC
München 3 6:4 3:3
4.
DUC
Darmstadt 2 5:3 2:2
5.
TSV
Malsch 3 3:9 2:4
6.
TC
Böblingen 2 1:6 0:4