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18. Dezember 2002

Bamberger bayerischer Meister

Unterwasserrugby: Tauchclub bricht Serie von Nürnberg und München

Nach dem Gewinn des deutschen Jugend- und Juniorenmeistertitels, dem Aufstieg in die Bundesliga und gutem Saisoneinstieg, kann der Tauchclub Bamberg nun auch noch den Titel des bayerischen Meisters 2002 für sich verbuchen.

Insgesamt sieben Mannschaften aus Bundes- und Landesliga trafen sich im Geretsrieder Sportbad zu den bayerischen Titekämpfen.

Wie erwartet, war der Unterschied zwischen den beiden Ligen deutlich spürbar. Keine der vier Landesligamannschaften errang einen Sieg gegen einen der drei Bundesligisten. Somit kämpften die „Großen“ und die „Kleinen“ ihre Platzierungen untereinander aus.

Während bei den Landesligamannschaften des TC Octopus Rosenheim, TC Oberland, SC Wasserfreunde München und TC Neptun Augsburg in den vergangenen Jahren mal die eine, mal die andere Mannschaft dominierte, war an der Spitze die Platzverteilung in der Vergangenheit statisch. Seit zwölf Jahren hatte hier die DJK Nürnberg-Langwasser den Titel des bayerischen Meisters und der STC München den Vizemeistertitel inne. Mit zunehmender Förderung der Jugend im Tauchclub Bamberg und damit stattfindender Verjüngung der Rugbymannschaft, etablierten sich die Bamberger in den letzten drei Jahren nicht nur, sondern ließen die beiden Bundesligisten ihre Siege auch immer härter erkämpfen. Wenn auch anfangs keiner so recht daran glauben mochte, dass sich an der fast schon traditionellen Platzverteilung etwas ändern könnte, so musste man doch spätestens seit dem Bundesligadebüt des Tauchclubs mit den Bambergern rechnen.

 

Generationswechsel

Bereits zu Beginn des Spiels Bamberg gegen Nürnberg zeichnete sich ab, was vor einem Jahr noch undenkbar gewesen wäre. Nach nur 20 Sekunden Spielzeit überraschten die Bamberger ihren Gegner mit einem Blitzangriff zum 1:0. In der Folgezeit zeigten die Oberfranken sowohl besseren Spielaufbau als auch das engagierteres Forechecking bei Ballverlusten, was letztlich mit einem 3:1 gegen den amtierenden Meister honoriert wurde.

Treffend formulierte der Nürnberger Trainer den Sieg der Bamberger als längst fälligen „Generationswechsel“ und scheute sich auch nicht davor, momentane Defizite seiner eigenen Mannschaft anzuprangern. In Hinblick auf das Spiel des Tauchclubs gegen den STC München machte er den Bambergern noch einmal klar, dass es nun an ihnen läge, dafür zu sorgen, dass der Wanderpokal auch in Franken bleibe.

Somit fehlte nur noch ein Sieg gegen den amtierenden Vizemeister aus Oberbayern, um den Triumph perfekt zu machen. Kein leichtes Unterfangen, denn auch die Münchner rechneten sich reelle Chancen auf einen Sieg gegen Bamberg und damit auf den Titel aus. Wie erwartet, ließ der Spielverlauf an Spannung nichts vermissen, was auch das lange Zeit andauernde 0:0 widerspiegelte. Erst zwei Minuten vor Schluss gelang Manfred Schmittfull, der mit 42 Jahren der Senior im sonst sehr jungen Bamberger Team ist, das erlösende Tor. Sofort folgte ein massiver und zugleich letzter Angriff der Münchner auf das Tor der Franken. Aber den Sieg so nahe vor Augen, ließen sich die Bamberger auch in der letzten Minute keine Schwäche in der Verteidigung anmerken und sicherten sich mit dem 1:0-Sieg den Titel. Mit 12:0 Punkten und 32:2 Toren ist der Tauchclub Bamberg damit erstmals Bayerischer Meister.

In Anbetracht eines Mannschaftsdurchschnittsalters von unter 25 Jahren bleibt zu hoffen, dass sie einmal eine ähnlich lange Siegesserie wie die Nürnberger erreichen werden.