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Bamberger
bayerischer Meister
Unterwasserrugby:
Tauchclub bricht Serie von Nürnberg und München
Nach dem Gewinn des deutschen
Jugend- und Juniorenmeistertitels, dem Aufstieg in die
Bundesliga und gutem Saisoneinstieg, kann der Tauchclub
Bamberg nun auch noch den Titel des bayerischen Meisters
2002 für sich verbuchen.
Insgesamt sieben Mannschaften aus Bundes- und
Landesliga trafen sich im Geretsrieder Sportbad zu den
bayerischen Titekämpfen.
Wie erwartet, war der Unterschied zwischen den beiden
Ligen deutlich spürbar. Keine der vier
Landesligamannschaften errang einen Sieg gegen einen der
drei Bundesligisten. Somit kämpften die „Großen“ und die
„Kleinen“ ihre Platzierungen untereinander aus.
Während bei den Landesligamannschaften des TC Octopus
Rosenheim, TC Oberland, SC Wasserfreunde München und TC
Neptun Augsburg in den vergangenen Jahren mal die eine,
mal die andere Mannschaft dominierte, war an der Spitze
die Platzverteilung in der Vergangenheit statisch. Seit
zwölf Jahren hatte hier die DJK Nürnberg-Langwasser den
Titel des bayerischen Meisters und der STC München den
Vizemeistertitel inne. Mit zunehmender Förderung der
Jugend im Tauchclub Bamberg und damit stattfindender
Verjüngung der Rugbymannschaft, etablierten sich die
Bamberger in den letzten drei Jahren nicht nur, sondern
ließen die beiden Bundesligisten ihre Siege auch immer
härter erkämpfen. Wenn auch anfangs keiner so recht
daran glauben mochte, dass sich an der fast schon
traditionellen Platzverteilung etwas ändern könnte, so
musste man doch spätestens seit dem Bundesligadebüt des
Tauchclubs mit den Bambergern rechnen.
Generationswechsel Bereits
zu Beginn des Spiels Bamberg gegen Nürnberg zeichnete
sich ab, was vor einem Jahr noch undenkbar gewesen wäre.
Nach nur 20 Sekunden Spielzeit überraschten die
Bamberger ihren Gegner mit einem Blitzangriff zum 1:0.
In der Folgezeit zeigten die Oberfranken sowohl besseren
Spielaufbau als auch das engagierteres Forechecking bei
Ballverlusten, was letztlich mit einem 3:1 gegen den
amtierenden Meister honoriert wurde.
Treffend formulierte der Nürnberger Trainer den Sieg
der Bamberger als längst fälligen „Generationswechsel“
und scheute sich auch nicht davor, momentane Defizite
seiner eigenen Mannschaft anzuprangern. In Hinblick auf
das Spiel des Tauchclubs gegen den STC München machte er
den Bambergern noch einmal klar, dass es nun an ihnen
läge, dafür zu sorgen, dass der Wanderpokal auch in
Franken bleibe.
Somit fehlte nur noch ein Sieg gegen den amtierenden
Vizemeister aus Oberbayern, um den Triumph perfekt zu
machen. Kein leichtes Unterfangen, denn auch die
Münchner rechneten sich reelle Chancen auf einen Sieg
gegen Bamberg und damit auf den Titel aus. Wie erwartet,
ließ der Spielverlauf an Spannung nichts vermissen, was
auch das lange Zeit andauernde 0:0 widerspiegelte. Erst
zwei Minuten vor Schluss gelang Manfred Schmittfull, der
mit 42 Jahren der Senior im sonst sehr jungen Bamberger
Team ist, das erlösende Tor. Sofort folgte ein massiver
und zugleich letzter Angriff der Münchner auf das Tor
der Franken. Aber den Sieg so nahe vor Augen, ließen
sich die Bamberger auch in der letzten Minute keine
Schwäche in der Verteidigung anmerken und sicherten sich
mit dem 1:0-Sieg den Titel. Mit 12:0 Punkten und 32:2
Toren ist der Tauchclub Bamberg damit erstmals
Bayerischer Meister.
In Anbetracht eines Mannschaftsdurchschnittsalters
von unter 25 Jahren bleibt zu hoffen, dass sie einmal
eine ähnlich lange Siegesserie wie die Nürnberger
erreichen werden.
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